Die NFQ war schon länger auf meiner Liste. Eigentlich hätte sie auch schon früher fertig sein sollen.
War sie aber nicht.
Wetter. Immer wieder Wetter. Termine geplant, Wetter gecheckt, Termin abgesagt. Das zieht sich durch die gesamte Nachtflugausbildung wie ein roter Faden. Man kann nachts eben noch weniger auf Kante planen als tagsüber.
Los ging es schließlich am 10. Februar 2026. Erster Termin mit echten Flügen, auf der C172 D-EOBC ab Manching/ETSI. Der Plan war ein Dreieck: ETSI – EDMA – Memmingen/EDJA – EDDN – zurück nach ETSI. Knapp dreieinhalb Stunden in der Luft, verteilt auf vier Abschnitte, mit Nachtlandungen unterwegs.
Was mir dabei sofort aufgefallen ist: Alles wirkt vertraut, und gleichzeitig komplett anders.
Die Plätze kenne ich. EDMA Augsburg, EDDN Nürnberg – tagsüber kein Problem. Nachts ist das Bild ein anderes. Gelände verschwindet. Ortschaften werden zu Lichtinseln. Der Horizont ist nicht mehr einfach da. Man arbeitet mehr mit Instrumenten, Bahnbeleuchtung und sauberer Planung, weniger mit dem Blick nach draußen.
Nicht dramatisch. Aber anders.
Der zweite Termin folgte am 23. März, wieder ETSI nach EDMA und zurück. Danach fehlten noch die Solo-Nachtlandungen.
Die kamen am 28. April.
Fünf Stück. Allein. Reine Platzrunden in ETSI, eine nach der anderen, manche nur sechs oder acht Minuten lang. Checkliste, rollen, starten, Platzrunde, landen, wieder von vorne. Das klingt nüchtern, und so war es auch. Mit jeder Runde wurde das Bild vertrauter. Genau darum geht es ja.
Nach der fünften Landung war die NFQ praktisch abgeschlossen.
Kein großes Kino. Aber ein gutes Gefühl.
Fliegerisch war die Nachtflugausbildung für mich vor allem eins: ein sauberer Realitätscheck. Wie gut bereite ich mich wirklich vor? Wie diszipliniert fliege ich, wenn weniger zu sehen ist? Und wie gehe ich damit um, wenn Planung und Wetter nicht zusammenpassen?
Die Antwort auf die letzte Frage lautet: mit viel Geduld.
Jetzt geht es weiter. Die ATPL-Theorie läuft bereits seit September letzten Jahres, und die hat nochmal ganz eigene Qualitäten.
Aber das ist eine andere Geschichte.
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